SV Rammelsberg II vs TSV Lochtum 1:1

Das die Lochtumer Spieler Aschenplatz können, haben sie eindrucksvoll in Wolfshagen und Wildemann bewiesen. Nun sollten sie auch den Nachweis erbringen, dass Kunstrasen für sie auch gut machbar ist. Zumindest hatte es an diesem Abend gegen den SV Rammelsberg II nicht den Anschein, dass sich die Mannschaft mit diesem Platz in diesem Spiel wird anfreunden können. Wie gewohnt und für das Lochtumer Team zwischenzeitlich nichts neues, lief das Spiel durchgehend auf das Tor des Kontrahenten. Dies war auch die konsequente Taktik der Hausherren. Von Beginn an um den Strafraum eine Abwehrriegel zu errichten, den die Lochtumer nicht knacken sollten. Und das klappte aus Sicht der Hausherren hervorragend. Und es wurde sogar für die “Rammelsberger” noch besser. Ein weit geschlagender Ball aus dem Mittelfeld über die Lochtumer Abwehrreihe hinweg konnte in der 33. Minute ein Rammelsberger Spieler zum 1:0 verwerten. Da die Lochtumer nicht gefährlich vor das Tor der Gastgeber mehr kommen konnten, war dies dann auch der Halbzeitstand.

Für den zweiten Abschnitt hatten sich die Lochtumer viel vorgenommen. Der Druck wurde erhöht, jedoch gelang es der Mannschaft nicht in die gefährliche Zone zu kommen. Als in der 54. Minute die Lochtumer einen Freistoß bekommen hatten, sollte ein beispielloses Spektakel folgen. Serkan löffelte elegant den Ball über die Mauer der “Rammelsberger” hinein ins Tor. Jedoch klatschte der Ball nicht nur ins Netz des Tores, sondern auch ins Fangnetz des Sportplatzes. Alle Lochtumer jubelten, der Schiedsrichter war jedoch nicht im Bilde und wollte Abstoß geben. Aufgeregte Proteste sollten folgen. Umgehend wurde von den Lochtumern Spieler das Tornetz inspiziert und dem Schiedsrichter anschaulich demonstriert, wie der Ball durch das kaputte Netz geflutscht ist. Der Schiedsrichter machte sich nun selbst ein Bild von dem defekten Netz und musste sich dabei von Zuschauern den Vorwurf gefallen lassen, nicht vor Spielbeginn eine ordnungsgemäße Platzkontrolle gemacht zu haben. Dies wieß der Schiedsrichter entschieden zurück, wirkte dabei aber sehr angespannt und immer noch unschlüssig über die anstehende Entscheidung. Erst nach Nachfragen beim “Rammelsberger” Keeper entschied er dann auf Tor. Ab diesem Moment war das Spiel äußerst zerfahren, sehr unruhig, ständig unterbrochen und emotional angeregt. In der 71. Minute gab es für die Lochtumer den nächsten “Aufreger”. Deniz trippelte mit viel Tempo von außen in den Strafraum. Dabei wurde er von drei Gegenspielern attackiert. Im Strafraum kam es dann zu einem körperlichen Kontakt, den der Schiedsrichter mit rot für Deniz ahndete. Trotz Unterzahl änderte sich allerdings nichts am Spielgeschehen. Die Lochtumer drückten auf den Sieg und die Hausherren wollten unbedingt dieses Unentschieden halten. Gute Torchancen sollten nicht mehr herausspringen. Es blieb somit beim 1:1.

Auch dieser Angriff konnte von der “Rammelsberger” Abwehr geklärt werden.