TSV Lengde vs TSV Lochtum 2:3

Der TSV Lengde und der TSV Lochtum lieferten sich ein heiß umkämpftes Derby. In einem Spiel das auf Messers Schneide stand, konnte am Ende der TSV Lochtum in der Nachspielzeit durch ein Tor von Finn-Luca als glücklicher Gewinner vom Platz gehen. Mit diesem Sieg übernahm der TSV Lochtum erstmalig in der laufenden Saison die Tabellenführung.
Trainer Paul Czichowski musste kräftig in der Aufstellung rotieren, da einige Spieler nicht zur Verfügung standen. Insgesamt in vier Positionen stellte er die Mannschaft um. Serkan war diesmal von Beginn an dabei. Auf die Außenverteidigerpositionen rutschten Heiko und Kai ins Team und im Mittelfeld kam Hussein zum Einsatz.
Von Beginn an hatte das Spiel viel Biss. Die Lengdener versuchten sofort das Geschehen zu kontrollieren, die Lochtumer nicht ins Spiel kommen zu lassen und sie vor allem in deren eigenen Hälfte zu beschäftigen. Das ging gut auf. Die Lochtumer fanden nicht  ins Spiel und wurden oft in Zweikämpfe gezwungen. Darunter litt vor allem das Aufbauspiel, zumal im Mittelfeld durch die aggressive Spielweise der Hausherren, die Bälle oft verloren wurden. So kam innerhalb des Teams viel Unruhe auf. Diese Unzufriedenheit nutzten die Lengdener aus. In der 13. Minute kam es zur ersten brenzligen Szene im Strafraum der Lochtumer, bei der die Hausherren einen Elfmeter vehement forderten.

Diese Szene sorgte für mächtig Aufregung. Der Pfiff blieb aus. Kein Strafstoß für Lende.

Dieser wurde dann im darauffolgenden Angriff gegeben. Eine sehr undurchsichtige Situation ahndete der Schiedsrichter mit Strafstoß. Bei der Ausführung brauchte es etwas Glück bis der Ball die Linie überquerte. Vom rechten Torpfosten prallte der Ball auf den linken Pfosten und fand dann den Weg ins Tor.
Lengde blieb weiter am Drücker und die Lochtumer versuchten, Zugriff auf das Spiel zu bekommen. Eine Standardsituation sollte dabei behilflich sein. Ein Eckball wurde von den Gastgebern nach links außen abgewehrt. Dort stand ein Lochtumer Spieler der den Ball postwendend in den Strafraum flankte. Mirko konnte die Flanke mit dem Kopf aufnehmen und verlängerte ins lange Toreck. Nun waren es die Lochtumer, die das Spiel bestimmten. Ein Konter über Nico konnte nach Zuspiel Mirko erneut nutzen (32.) und Lochtum in Führung schießen. Bis zur Pause sollte sich nichts gravierendes mehr ereignen.

Mächtig Dusel für Bartosz das der Ball den Weg ins Tor nahm. Zwei Banden waren dazu nötig.

Das Derby wurde mit viel Leidenschaft geführt. Hier kann Bastian die Situation klären.

Im zweiten Durchgang waren es wiederum die Gastgeber, die mächtig auf das Tempo drückten und den Ausgleich unbedingt erzielen wollten. In dieser Phase hatte der Gästetorwart einige knifflige Flanken zu entschärfen. Auf diese Drangphase sollte jedoch die größte Chance im gesamten Spiel für die Lochtumer folgen. Ein Konter über rechts brachte Serkan in Szene. Frei stehend und in bester Position versemmelte er das Zuspiel, indem er den Ball am leeren Tor vorbeischob (64.). Das hätte die Entscheidung sein können. So blieb das Spiel spannend und offen. Und nur kurze Zeit später (67.) fiel dann auch prompt der Ausgleich. Ein Ballverlust der Lochtumer im Sturm wurde sofort in die Spitze gespielt. Die Flanke nutzte Olcay eiskalt zum Ausgleichstreffer.

Kein Zuspiel möglich. Alle Räume sind blockiert.

Von nun an stand das Spiel auf Messers Schneide. Die Lengdener wirkten in der Schlussphase etwas entschlossener und zielstrebiger. Klar war auch, dass die Gäste jederzeit bereit sein würden, die eine Chance zu nutzen. Das Spiel ging in die Nachspielzeit. Und nun waren die Lochtum deutlich am Drücker. Es sollten drei Eckbälle folgen, weil sich die Hausherren vom Druck nicht mehr befreien konnten. Bei der zweiten Ecke hatte Kenan den Führungstreffer auf dem Fuß. Aus elf Meter Entfernung ging der Ball nicht über die Linie. Der Torhüter konnte den Schuß gerade noch zur Ecke klären. Und diese Ecke entschied das packende Derby. Die Flanke konnten die Gastgeber noch klären. Allerdings viel zu kurz. Finn-Luca stand goldrichtig und knallte den Ball hindurch der Abwehrreihen hinein ins Tor. Fassungslosigkeit auf der einen, grenzenloser Jubel auf der anderen Seite.